Nach der Zeitumstellung rasch wieder auf Trab kommen!

Bild von G. W. Amann-Jennson
schlaftipps 2010 03 24 zeitumstellung rasch wieder trab kommenAls sei es mit der Frühjahrsmüdigkeit nicht schon genug, kommt am 28. März auch noch die Umstellung zur Sommerzeit hinzu. Einmal mehr werden unsere Uhren in den frühen Morgenstunden des Sonntags um eine Stunde vorgestellt.
 
Diese Stunde weniger Schlaf bedeutet für Groß und Klein, sich an einen neuen Schlaf-Wach-Rhythmus anpassen zu müssen. Darunter leiden viele Menschen nicht nur körperlich, sondern auch psychisch.
 
Der Schlafexperte Günther W. Amann-Jennson weiß Rat, wie man diese schwierige Zeit am besten meistert.
 
 
Zu Frühlingsbeginn sitzen vielen Menschen die dunklen, kalten Wintertage noch in den Knochen. Sie fühlen sich energielos und lethargisch. Diese typische Frühjahrsmüdigkeit macht ihnen zu schaffen. Schuld daran trägt vor allem die hormonelle Umstellung: Stärkere Lichtreize aktivieren die Serotoninproduktion, das sogenannte Glückshormon. Gleichzeitig ist das Melatonin, das für den Schlaf zuständig ist, bedingt durch die kurzen Wintertagen noch recht aktiv. Die Konfrontation dieser beiden Stoffe macht den Körper müde. Durch die Umstellung auf die Sommerzeit gerät nun der Organismus noch zusätzlich durcheinander. Die Ausschüttung des Schlafhormons ist beim Menschen an seinen Schlaf-Wach-Rhythmus gebunden und kann sich nicht von heute auf morgen umstellen. Dieser gesundheitliche Zustand ist zu vergleichen mit einem Mini-Jetlag.
 

Der Körper braucht Zeit sich anzupassen

 
Wer nicht schlafen kann, greift rasch zu Beruhigungs- und Schlaftabletten. Anstatt dem Körper Schlafmittel zu verabreichen, sollte man jedoch dem Organismus einfach die nötige Zeit gewähren, sich an die Veränderungen anzupassen. Eine solche Anpassungsphase ist sehr individuell und kann von vier bis fünf Tagen bis zu zwei Wochen dauern. Generell hilft viel Bewegung an der frischen Luft und eine vitaminreiche, frische Kost gegen das Gefühl der Energielosigkeit und Müdigkeit. Dadurch lässt sich’s abends besser schlafen.
 
Der SAMINA Schlafexperte Günther W. Amann-Jennson rät, wie man den Umstellungsreaktionen am besten begegnet und Schlafstörungen so weit als möglich vermeidet:
  • Wer kann, sollte am Tag nach der Zeitumstellung am 29. März morgens einfach eine Stunde länger liegen bleiben und dann die erste Woche ruhig angehen.
     
  • Üppige Mahlzeiten am Abend sollten in der Umstellungsphase vermieden werden. Auch übermäßiger Konsum von Kaffee, Tee, Nikotin ist in den ersten Tagen der Zeitumstellung nach Möglichkeit zu vermeiden.
     
  • Während der Umstellungsphase eher auf den Mittagsschlaf verzichten und wach bleiben, auch wenn Sie müde sind. Legen Sie dafür mehrere Erholungspausen ein. So kann sich die innere Uhr leichter wieder einpendeln und Sie schlafen in jedem Falle am Abend besser ein.
  • Einfache Hausmittel wie ein heisses Bad, dicke Socken, ein warmes Fußbad und Entspannungsübungen oder pflanzliche Mittel wie z.B. Baldrian unterstützen das bessere Einschlafen.
     
  • Die Zeitumstellung kann auch Anlass bieten, generell die Regeln für einen gesunden Schlaf zu beachten: eine orthopädisch optimale Schlafunterlage, das richtige Kissen, trocken-warmes Bettklima dank geeignetem Decke z.B. aus Schafschurwolle und die Vermeidung von Elektrosmog im Schlafzimmer.
     
  • Sollten die Schlaf- oder Umstellungsprobleme nach ca. 14 Tagen nicht abnehmen, empfiehlt es sich, einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen.
Tiefergehende Wegleitungen zum gesunden Schlaf finden Menschen mit Schlafstörungen in einem Ratgeber des SAMINA Instituts für Schlafforschung. Im handlichen Taschenbuch „Schlaf dich jung, fit und erfolgreich“ widmet sich der Schlafforscher Günther W. Amann-Jennson den Potentialen, die durch einen gesunden und tiefen Schlaf nutzbar werden. Das Buch ist bei allen SAMINA Händlern und im Buchhandel erhältlich.