Was kann man gegen Schlafstörungen tun?

Was stört einen gesunden Schlaf und was kann man gegen Schlafstörungen tun?
Günther W. Amann-Jennson: Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung bin ich überzeugt, dass Schlafstörungen meistens eine typische Folge der Lebensweise sind. Schlafstörungen sind sozusagen die Antwort darauf, wie wir leben. Damit meine ich vor allem, wie wir den Tag verbringen.
Jeder Stress verursacht eine Anspannung im Körper. Diese muskulären Verspannungen verringern unsere Energie und stören vor allem unsere emotionale Gesundheit.
Der moderne Mensch lebt zudem aufgrund seiner sozialen Bindungen, seines Berufes und seiner Freizeitgestaltung mehr oder weniger laufend gegen die innere Uhr und die internen Rhythmen. Sie fühlen sich bereits am Morgen müde und erschöpft. Die Folge davon ist, dass man rasch überfordert, unkonzentriert, schlecht gelaunt oder gar depressiv ist. Was man in erster Linie tun kann, ist die typischen Schlafstörer wie Lärm, Elektrosmog, Lichteinflüsse, Wohngifte, eine ungeeignete Schlafunterlage, zuviel Alkohol und/oder Nikotin, zu üppiges Essen am Abend, private und/oder berufliche Probleme, zu vermeiden bzw. zu neutralisieren.
Warum ist ein guter und gesunder Schlaf so wichtig?
Das kann ich rasch auf einen Punkt bringen: nach 20 Jahren Schlaf- und Gesundheitsforschung habe ich keinen Faktor gefunden, der einen größeren Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit hat, als der Schlaf. Schlafstörungenkönnen den Körper zum Beispiel seiner Fähigkeit berauben, sich gegen Tumorzellen zu wehren. Deshalb ist es sehr wichtig sofort was zu unternehmen. Gesunder und ausreichender Schlaf kann unter anderem eine effektive, kostengünstige, nebenwirkungsfreie und ökonomische Form der Krankheits- und Krebsvorbeugung sein. Die Qualität steht jedoch eindeutig vor der Quantität. Japanische Wissenschaftler haben in einer Studie nachgewiesen, dass zuviel schlafen genauso schlecht ist, wie zu wenig schlafen.
Worauf führen Sie die Vielzahl an Schlafstörungen in unserer Gesellschaft zurück?
Tatsächlich gibt es viele Einflussfaktoren, die den Schlaf stören können. Wir sprechen dabei von inneren Einflüssen wie Stress, Störung des Bio-Rhythmus, Schmerzen, Krankheiten etc. Zunehmend machen dem Zivilisationsmenschen aber auch die äußeren Einflüsse wie Lärm, Luftverschmutzung und Elektrosmog zu schaffen. Man kann sehr wohl was gegen Schlafstörungentun, indem man sein Schlafumfeld optimiert – vom ganzheitlichen Schlafsystem (siehe SAMINA - Ich schlafe Lebensenergie) bis hin zu einem ungestörten Raum- und Elektroklima. Elektrische und magnetische Felder im Schlafbereich zählen heute zur häufigsten Ursache von funktionellen Schlafstörungen. Elektrosmog kann unter anderem die Ausschüttung des Hormons Melatonin stören, welches wir zum Einschlafen und Durchschlafen benötigen. Zudem ist Melatonin auch ein wichtiges Schutzhormon für die Zellen.
Was kann man noch tun, um besser zu schlafen? Gibt es einfach Tricks und Tipps, damit man besser schlafen kann ohne gleich zum Hausarzt zu müssen?
Wer seinen Schlaf verbessern will, der kann logischerweise selbst am meisten dazu beitragen. Bislang hat man die Verbesserung des Schlafes oder die Heilung seiner Krankheit ausschließlich an den Arzt delegiert. Das wird in Zukunft so gar nicht mehr möglich sein, weil das niemand mehr bezahlen kann. Ein Teilbild der künftigen Heilkunde wird ganz klar von der vermehrten Eigenverantwortlichkeit des Patienten eingenommen werden. Sie können Folgendes gegen die Schlafstörungen tun:
1. Nutzen Sie ein ganzheitliches Schlaf-Gesund-Konzept (richtige Schlafunterlage, Schutz vor Elektrosmog)
2. Die innere Uhr beachten.
3. Die wichtigsten Säulen der Gesundheit beachten (Ernährung, Atmung, Bewegung, Entspannung).
4. Einschlaf-Rituale verwenden (positive Gedanken).
5. Harmonisch, leben. Die innere Harmonie ist das wichtigste für gesunden, erholsamen Schlaf!
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