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Elektrosmog
Elektrosmog bzw. technische Felder können die Qualität des Schlafes empfindlich beeinträchtigen. Der Elektrosmog zählt neben dem Lärm, dem falschen Bett bzw. der falschen Matratzen und verschiedenen Wohngiften zu den heimlichen Schlafstörern.
Seit langem werden die möglichen Auswirkungen von Elektrosmog wissenschaftlich diskutiert. Über 10.000 internationale Studien haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten mit dem Elektrosmog auseinandergesetzt. Insbesondere in der Kommunikationstechnik entstehen in Körpernähe hohe elektrostressbedingte Expositionen. Obwohl die Risiko-Wissenschaft der Fortschritts-Wissenschaft etwa 20 Jahre "nachhinkt", gibt es zunehmend Hinweise, dass der Elektrosmog die körpereigenen elektrischen und magnetischen Potentiale stören kann. Bereits in den 70er Jahren glaubte der Begründer der modernen Baubiologie, der Konstanzer Arzt Hubert Palm, dass der Elektrosmog bzw. künstliche elektrische/magnetische Felder die größten Schlafstörer sind. Diese Vermutung scheint sich immer mehr zu bestätigen. Das trifft im besonderen auf die gepulsten Felder der digitalen Kommunikationstechnik zu. "Wir wissen sehr gut, dass gepulste Signale auf den Menschen stärken einwirken als ungepulste. Gepulste Mikrowellen greifen tief in biologische Prozesse ein", konstatierte bereits 1970 Prof. Dr. Ross Adey von der Loma-Linda-Universität in Kalifornien. 15 Jahre später stellte sein Forscherkollege Prof. Dr. Dan Lyle fest: "Gepulste Wellen schädigen das Immunsystem und beeinflussen Neurotransmitterabläufe."
Heute, über 30 Jahre später, hat sich die Elektrosmog-Situation drastisch verschärft und insbesondere Handys und Schnurlostelefone sind ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. "Wir fanden bei zwei Drittel der Probanden nach dem Einschalten des Handys eine gesteigerte EEG-Aktivität", erklärte 1997 Dr. Stefan Schulze, Klinikum Großhadern in München. Dies wurde auch von Prof. Dr. Alexander Borbely am Institut für Toxikologie der Universität Zürich 1999 bestätigt: "Veränderungen im EEG traten nach 15 Minuten Handy-Einschaltzeit auf. Im Schlaf-EEG gab es Verkürzungen der REM-Phase."
Die neuesten Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Elektrosmog die Produktion des für das Einschlafen notwendigen Hormons Melatonin hemmen kann. Dieses von der Zirbeldrüse produzierte Neurohormon hat vermutlich eine größere Bedeutung für die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden als bislang angenommen. Es wurde bereits nachgewiesen, dass mit einem Abfall der Melatoninkonzentration auch die Anzahl der Lymphozyten (infektionsbekämpfenden Zellen) im Blutkreislauf sinkt. Dies wäre ein deutlicher Hinweis auf die immunschwächende Wirkung von nächtichem Elektrosmog.
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