Schlafstörungen nach den Wechseljahren (Menopause)

In den Jahren nach der Menopause wird der Schlaf zunehmend leichter und fragmentierter. Es wird immer schwieriger, nachts mehrere Stunden ohne Unterbrechung zu schlafen und tagsüber mehrere Stunden wach zu bleiben. Diese Schlafstörungen nach den Wechseljahren (Menopause) führen bei manchen Frauen zu erhöhter Tagesmüdigkeit. Physische Faktoren wie Arthritis, chronische Lungenerkrankungen, Sodbrennen, Schmerzen, erhöhter Harndrang und die Einnahme von Medikamenten können die Schlafstörungen nach den Wechseljahren (Menopause) verstärken.
 
Manche Schlafstörungen nach den Wechseljahren (Menopause) treten mit größerer Häufigkeit auf. Hierzu zählen z. B. schlafbezogene Atmungsstörungen, die bei jungen Frauen äußerst selten, nach der Menopause dagegen häufiger vorkommen. Vermutlich besteht hier ein Zusammenhang mit der Abnahme des Hormons Östrogen, da auch junge Frauen, die bei operativen Eingriffen vorzeitig in die Menopause versetzt werden, ein erhöhtes Risiko für schlafbezogene Atmungsstörungen aufweisen. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht und mangelnde körperliche Betätigung. Auffällige Anzeichen für schlafbezogene Atmungsstörungen sind lautes Schnarchen und ausgeprägte Tagesschläfrigkeit.
 
Wenn große Sorgen und Probleme zu Schlafstörungen nach den Wechseljahren (Menopause) führen, kann die Ursache gewöhnlich klar zugeordnet werden. Dass aber auch kleine Probleme zu Spannungen führen können, die sich in Schlaflosigkeit niederschlagen, wird selten erkannt.
 
Bei Beachtung folgender Verhaltensregeln können eventuelle Schlafstörungen nach den Wechseljahren (Menopause) gemindert werden:
 
  • Sorgen Sie für ein angenehmes Raumklima im Schlafzimmer. Die Temperatur sollte nicht zu hoch sein, und störende Geräusche sollten nach Möglichkeit reduziert werden.
  • Gehen Sie jeden Tag zur selben Zeit schlafen, und stehen Sie immer zur selben Zeit auf.
  • Bleiben Sie morgens nicht im Bett liegen, um Schlafdefizite zu kompensieren.
  • Stehen Sie früh auf, und halten Sie sich an einen strukturierten Tagesablauf.
  • Halten Sie regelmäßig einen kurzen Nachmittagsschlaf, falls Sie das Bedürfnis dazu verspüren.
  • Nehmen Sie keine fetten und scharf gewürzten Speisen zu sich, um Verdauungsstörungen und Sodbrennen zu vermeiden.
  • Wenden Sie sich an einen Arzt, falls die Schlafstörungen nach den Wechseljahren (Menopause) und die Tagesmüdigkeit trotz Beachtung dieser Verhaltensregeln nicht nachlässt.
Weiterführende Links: