Schnarchen
Schnarchen ist zu einer wahren Volkskrankheit geworden. Immerhin 60 Prozent der Männer über Vierzig leiden an Schnarchen. Mit diesem Problem hat man sich sehr oft befaßt, einige Forscher sogar ein ganzes Leben lang. Unzählige Gegenmittel, vom Nasenpflaster über die Nasenklemme bis zum speziellen Schlafanzug, werden deshalb auf dem Gesundheitsmarkt angeboten – wirklich wirksame Mittel gegen Schnarchen gibt es so gut wie keine. Eine auch medizinisch erprobte Lösung war bisher die Ventilationstherapie. Dabei wird in einer speziellen Atemmaske komprimierte Raumluft in die Nase gepresst. Dadurch wird die Sauerstoffzufuhr zwar optimiert, dauerhafte Befreiung vom Schnarchen ist aber nicht zu erwarten. Auch werden seit längerem chirurgische Eingriffe angeboten, durch welche man versucht, das schlaffe Gewebe im Kieferbereich und Rachenbereich zu straffen. Die Erfolge sind eher als mäßig einzustufen.
Die neuesten Untersuchungen belegen, dass das Schnarchen tatsächlich durch das Erschlaffen der Muskulatur im Unterkiefer-Mundbodenbereich entsteht. Dr. Peter Gibas, ein Spezialist für elektrische Muskelstimulation, hat sich mit dem Thema Schnarchen intensiv auseinandergesetzt und ein kleines, batteriebetriebenes ‚Anti-Schnarch-Gerät’ entwickelt. Dieses elektronische Muskeltrainingsgerät scheint derzeit eine aussichtsreiche Methode, das Schnarchen zu beheben. Solche Hilfen sollten allerdings nur in Zusammenarbeit mit dem Arzt eingesetzt werden, der aufgrund von Kontrolluntersuchungen die tatsächliche Wirkung überprüfen kann.
Menschen, welche schnarchen, sollten im Allgemeinen nicht geweckt werden. Es ist eher angebracht, zu versuchen, den schnarchenden Partner schneller tiefer schlafen zu lassen. Das kann man eher durch ein feines liebevolles Streicheln über den Hinterkopf und die Schulterblätter als mit dem Wecken erreichen.
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