Schlafapnoe

Im mittleren Lebensalter, besonders bei Männern, kommt es mitunter zu nächtlichen Atmungsstörungen, die nicht dem üblichen Schnarchen entsprechen. Es kann sich hierbei um die sogenannte Schlafapnoe handeln. Beim Einschlafen und im REM-Schlaf können bei jedem Menschen Unterbrechungen der Atmung im Schlaf vorkommen. Das Auftreten wiederholter Unterbrechungen kann dann Bedeutung gewinnen, wenn es gehäuft und sehr intensiv in Erscheinung tritt. Man spricht dann von einer als krankhaft zu wertenden Schlafapnoe (anfallartige Atempausen), wenn die Atempausen mindestens zehn Sekunden andauern und durchschnittlich zehnmal pro Stunde vorkommen.
 
Die eigentliche Schlafapnoe ist relativ selten und wird häufig mit bekannten schlafbezogenen Atmungsstörungen verwechselt: mit dem sogenannten obstruktiven (mit gehemmter oder nur ganz kurz pausierender Atmung verbundenen) Schnarchen; mit anderen, meist harmlosen Formen der Atemunregelmäßigkeiten im Schlaf sowie mit Hypoventilationsphasen, in denen vorübergehend eine ganz falsche Atmung besteht. Besteht der Verdacht, an einer Schlafapnoe zu leiden, sollte ein Arzt befragt werden, um wirklich ernste, krankhafte Störungen rechtzeitig zu erfassen. So können gegebenenfalls geeignete Therapien eingeleitet werden.
 
Schon Kinder können am Schlafapnoe-Syndrom leiden, berichtet Dr. Gerhard Zwacka, Chefarzt des schlafmedizinischen Zentrums im Robert-Koch-Krankenhaus Apolda. Kinder mit dieser nur im Schlaflabor zuverlässig diagnostizierbaren nächtlichen Atemstörung (Schlafapnoe) neigen zu Verhaltensauffälligkeiten wie Hyperaktivität oder schweren Konzentrationsstörungen. Wie bei Erwachsenen, welche unter der Schlafapnoe leiden, drohen auch bei Kindern organische Folgebeschwerden wie Kopfschmerzen und Bluthochdruck.
 
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