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Melatonin
Das von der Zirbeldrüse produzierte Schlafhormon Melatonin, welches oftmals auch als Schutzhormon und Reparaturhormon bzw. Regenerationshormon bezeichnet wird, hat vermutlich eine größere Bedeutung für die menschliche Gesundheit und das Wohlbefinden als bisher angenommen wurde.
Die zwei wichtigsten physiologischen Funktionen von Melatonin sind die Beeinflussung des Tag-Nacht-Rhythmus und die Induzierung jahreszeitlicher Reaktionen auf die veränderte Tageslänge.
In einer Studie wurde nachgewiesen, dass mit dem Abfall der Melatonin-Konzentration auch die Anzahl der Lymphozyten (infektionsbekämpfenden Zellen) im Blutkreislauf sinkt. Dies wäre ein deutlicher Hinweis auf die immunschwächende Wirkung von nächtlichem Elektrosmog, da die neuesten Untersuchungen darauf hindeuten, dass elektromagnetische Felder die Produktion des für das Einschlafen notwendigen Hormons Melatonin hemmen können.
Die biologische Uhr des Menschen ist viel empfindlicher, als bisher vermutet wurde. Licht beeinflusst über unsere Augen die täglichen Körperrhythmen. Dabei spielt das Hormon Melatonin – welches von der Zirbeldrüse durch einen Dunkelreiz ausgeschüttet wird – eine entscheidende Rolle. Wissenschaftler des Jefferson-Medical-College haben 2001 einen fünften Photorezeptor im menschlichen Auge gefunden, der die Melatonin-Produktion direkt steuert.
Eine vom Auge aufgenommene Wellenlänge von blauem Licht im Bereich von 446 – 447 Nanometer beeinflusst den Melatonin-Gehalt im Blut, indem sie die Produktion des Hormons komplett unterbricht.
Ein Anstieg von Melatonin im Blut bewirkt Müdigkeit und lässt die allgemeine Konzentrationsfähigkeit absinken. Licht mit Wellenlängen im roten Bereich regt die Melatonin-Produktion an.
Verschiedene Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass nicht nur starke Lichtreize die biologische Uhr und die Melatonin-Produktion aus dem Takt bringen, sondern bereits eine schwache Innenraumbeleuchtung wie zum Beispiel von einer Nachttischlampe. Dieses unbewusste Lichtsignal genügt, um den Körperzyklus deutlich zu verschieben. Diese Ergebnisse könnten möglicherweise eine große Bedeutung für die Erforschung von Schlafstörungen haben.
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