Bringen Sie den Körper auf "Schlaf-Temperatur" (Magazin Woche der Frau)

presse::2009 11 02 koerper schlaf temperatur magazin woche frauZerwühlte Kissen, wir wälzen uns hin und her, können nicht einschlafen und wachen morgens gerädert auf. Manchmal ist die Hitze kein Vergnügen – besonders nachts. Doch keine Sorge, mit unseren Tipps klappt es trotzdem mit dem Schlaf. Lesen Sie mal:

Der Schlafforscher Günther W. Amann-Jennson (www.schlafcoaching.com) empfiehlt beispielsweise die "italienische Lösung":
"Die Schlafzimmer sollten tagsüber dicht und dunkel sein. Fenster und Türen spätestens ab 10 Uhr geschlossen halten, damit die Hitze nicht in Haus und Wohnung strömt." Lüften Sie außerdem nur in den frühen Morgenstunden oder spätabends.

Sie schlafen gerne bei offenem Fenster? Dann vermeiden Sie Zugluft, denn spätestens am nächsten Tag drohen ein steifer Nacken oder gereizte Schleimhäute. Zum Abdunkeln der Schlafräume sind Rollläden sehr wirkungsvoll. Innen angebrachte Jalousien und Vorhänge können nämlich die warmen Sonnenstrahlen nicht so gut abschirmen, da sie bereits in den Raum eingedrungen sind.

Guter Schlaf benötigt das „Herunterfahren“ der Körpertemperatur. Vor dem Schlafengehen empfiehlt sich daher eine kühle, nicht zu kalte Dusche. Die Feuchtigkeit nicht ganz abtrocknen, sondern auf der Haut verdunsten lassen. Das bringt die notwendige Abkühlung. Wem das nicht reicht, der kann eine Wärmeflasche in den Kühlschrank legen und zur Kühlflasche umfunktionieren.

Eine dünne, luftige Bettdecke, gefüllt mit Schafschurwolle (siehe SAMINA), oder ein Bettlaken sind in den heißen Monaten ideal zum Zudecken. Außerdem empfiehlt sich ein leichter Schlafanzug aus reinen Naturfasern wie Baumwolle. Beides kann Schweiß gut aufnehmen – immerhin schwitzt der Körper nachts mindestens einen halben Liter Flüssigkeit aus. Extra-Tipp: Legen Sie den Pyjama an sehr heißen Tagen doch mal für einige Minuten in den Kühlschrank! Danach schlafen Sie bestimmt wie ein Murmeltier.

Generell gilt für Hitzenächte: keine schwere Kost! Lieber leichtes Essen mit viel Obst bevorzugen und das Abendessen vor 19 Uhr einnehmen. Auch zu viel Alkohol stört den Schlaf – ein Glas Bier oder Weinschorle zur Erfrischung tut dem freilich keinen Abbruch.

Apropos Flüssigkeitsaufnahme. Sie ist ebenfalls sehr wichtig: Über den Tag verteilt sollten Sie etwa zweieinhalb bis drei Liter Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte trinken. Gleichen Sie das Flüssigkeitsdefizit nicht erst am Abend aus, sonst wird der Schlaf durch häufige Toilettengänge und nicht wegen der Hitze unterbrochen.

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