Toni Innauer bei SAMINA: Topnoten auch aus der Wirtschaft (boerse-express.com)

Vorarlberg. Schlafpsychologe G. W. Amann-Jennson überreicht T. Innauer den Business Athlete Award 2007.  "Wieso ich gewonnen habe? Ich denke, weil ich als Referent für Firmen in Österreich, Deutschland und der Schweiz tätig bin."

Das sagte Vorarlberg-Sieger Toni Innauer im Rahmen der Business Athlete Award-Siegerehrung bei SAMINA in der Frastanzer Zentrale lächelnd.

Und warum gerade Ex-Spitzensportler als Referenten so begehrt sind, ist sicher ein Mix aus Know-How und klassischen Sportler-Attributen wie Zielorientierung und Leistungsbereitschaft.

Know-how aus dem Sport

Innauer führte zu seinem Input für die Wirtschaft aus: "Ich bringe als Vortragender mein Know-how aus dem Sport in die Wirtschaft ein. Zum Beispiel transportiere ich bei Seminaren für Manager Faktoren wie Stressmanagement, Teambuilding oder Meditation in die Wirtschaft." Damit macht es Innauer genau umgekehrt wie sein Ober-Boss, der niemand geringerer als der erste Business Athlete Award-Sieger überhaupt ist. Der Multi-Unternehmer Peter Schröcksnadel brachte seinerzeit als neu gewählter ÖSV-Chef sein Managementwissen aus der Wirtschaft in den Sport ein. Innauer bringt dagegen sein Wissen aus dem Sport in der Wirtschaft ein. SAMINA-Chef Günther W. Amann-Jennson zum Vorarlberg-Voting: "Es hat mich nicht gewundert, dass es Innauer geworden ist."

Werfen wir einen Blick auf die Person Toni Innauer: Bereits mit 18 Jahren konnte er sich einen grossen sportlichen Lebenstraum erfüllen - die Teilnahme an Olympia 1976 in Innsbruck. Beflügelt von der Kulisse vor eigenem Publikum holte der Jungstar sensationell Olympia-Silber (und war trotzdem enttäuscht).

Vier Jahre später in Lake Placid gewann er dann "sein Gold". Unvergessen sind auch seine Topnoten (Stichwort: 5 mal 20 von den Punkterichtern bei einem legendären 176m-Sprung). Trotz zahlreicher Weltcupsiege, zweier Skiflugweltrekorde und einer weiteren vielversprechenden Karriere, die quasi vorprogrammiert schien, beendete Toni Innauer noch im Olympiajahr 1980, sich sozusagen auf dem Höhepunkt befindend, seine aktive Sportler-Laufbahn.

Girardelli auf Rang 2

Der Sympathieträger legte aber keine Pause ein, sondern begann ein Studium der Psychologie, das er 1987 mit dem Titel "Magister der Philosophie" abschloss. Ende der 80er begann dann seine bis dato andauernde beispielhafte Karriere beim ÖSV, zunächst als Cheftrainer für die Nordischen. Zwischendurch fand der studierte Ex-Sportler (ist ja auch nicht alltäglich) sogar die Zeit, ein Buch ("Der kritische Punkt") zu veröffentlichen. Seit vielen Jahren ist Innauer nun als Nordischer Sportdirektor tätig. Und zudem ein - wie eingangs erwähnt - eben sehr gefragter, weil sehr geschätzter Referent auf diversen Seminaren. Zweitplatzierter des Vorarlberg-Votings war übrigens Marc Girardelli. Und das ist ja auch kein Schlechter ...

SAMINA – The Science of Sleep

Für SAMINA-Chef und Schlafpsychologe Günther W. Amann-Jennson ist Schlaf modernes Sportler-Doping der Jetztzeit. Von 1983-1988 entwickelte Amann-Jennson nach langjährigen Studien und praktischen Erfahrungen rund um Themen wie Gesundheit, Bau, Wohnbiologie und Schlafbiologie, Schlafmedizin, Bettklimatologie oder Bio-Magnetfeld-Therapie das bioenergetische Schlafen. 1988 wurde das Unternehmen SAMINA gegründet und das Schlaf-gesund-Konzept umgesetzt. Das Firmenziel ist es, Menschen zu einem besseren Schlaf, zu mehr Gesundheit, Lebensenergie und persönlichem Erfolg zu verhelfen. "Schlaf ist gerade für Sportler sehr wichtig", betonte Amann-Jennson bei der Vorarlberg-Siegerehrung. Daher betreut sein Unternehmen auch viele (Ex-)Sportgrößen wie Renate Götschl oder Patrick Ortlieb. Der Begründer des bioenergetischen Schlafens sieht auf dem Gebiet Sport-Schlaf noch viel ungenütztes Potenzial brach liegen. Denn, so Amann-Jennson: „Nur ein Sportler, der wirklich gut schläft, kann 100 Prozent seiner Leistung bringen.“ Bei der Siegerehrung machte sich auch der Frastanzer Bürgermeister Eugen Gabriel ein Bild vom SAMINA-Angebot.

Schlagwörter: